Ein FÖJ– viel mehr als ein Lückenfüller

– Resumen –

Alguien que hace un ‚FÖJ‘  se implica como voluntario por un año en un proyecto medioambiental. El salario es mínimo, suficiente para pagar el alquiler y el alimento. El éxito de este proyecto es enorme. En todas las partes de Alemania jóvenes trabajan como voluntarios y contribuyen así no solamente a la protección del medio ambiente pero tam­bién a tener una mejor consciencia por el equilibrio frágil del mundo en el que vivimos. Sin embargo, el Gobierno del Estado de Schleswig- Holstein quiere recortar los gastos para el FÖJ. El efecto de esta política: En el próxi­mo año habrá menos puestos para voluntarios y los salarios van a bajar drásticamente.  La pregunta que se  impone:  ¿que pasará con nuestro medio ambiente sin voluntarios?

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Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Monaten musste man sich doch dringend die Frage stellen, ob sich das Land Schleswig-Holstein bewusst ist, welche Folgen eingeplante Einsparungen im Bereich des FÖJ haben könnten. Das Land Schleswig- Holstein hat auf Grund seines desolaten Haushaltes für den kommenden Jahrgang eine Kürzung von 1,242 Millionen Euro auf 1 Millionen Euro geplant. Dem nicht genug, plant es weitere Kürzungen für die Jahre 2011-2012, um weitere 200.000 Euro. An dieser Stelle muss auch erwähnt werden, dass nicht alle Landtagsabgeordneten hinter den geplanten Kürzungen stehen und dem Ganzen kritisch gegenüber treten.

Nur kurz zum Verständnis: Ein FÖJ, also ein freiwilliges ökologisches Jahr, ist eine Gelegenheit für junge Frauen und Männer, ein Jahr lang in einer Einrichtung des Natur- und Umweltschutzes oder der Umweltbildung zu arbeiten. In Schleswig- Holstein existieren zurzeit 150 FÖJ- Stellen, die über die FÖJ- Betreuungsstelle Koppelsberg verteilt werden. Diese Be­treuungsstelle wird finanziert durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schles­wig- Holstein, das Bundes­mi­nisterium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, die Nordelbische Evangelisch- Lutherische Kirche, die FÖJ- Einsatz­stellen und weitere Spenderinnen und Spender.

Je nach Einsatzstelle ist man mit anderen Aufgaben konfrontiert. Eine der Haupt­aufgaben ist allerdings die Bildungsarbeit. Man kann diese Aufgabe im doppelten Sinne betrachten, einmal die Fortbildung und Entwicklung der eigenen Person und zum anderen die Bildung von Außen­stehenden, von Touristen. Da kommt man nicht drum herum sich die Frage zu stellen, was mit diesem Bildungsauftrag passiert, wenn die geplante Kürzung in Kraft tritt. Einige Vereine, und gerade kleine Heimat­vereine, werden vielleicht nicht in der Lage sein einen höheren Beitrag leisten zu können, da sie sich aus reinem Spenden­aufkommen finanzieren. Der Beitrag soll von 400 Euro pro Jahr auf 1.000 Euro pro Jahr angehoben werden. Was passiert mit der Arbeit, die lange Zeit von FÖJ- lern übernommen worden ist, wenn ein paar Vereine nicht in der Lage sind einen FÖJ-ler zu bezahlen, der weniger kostet als ein Hartz IV- Empfänger, wie sollen sie sich adäquaten Ersatz beschaffen? Es geht nicht nur um einige Vereine, die Schwie­rigkeiten bekommen werden ihre Arbeit zu erfüllen und sich über Wasser zu halten, sondern es geht auch darum, den Nationalpark Wattenmeer weiterhin betreiben zu können. Mit allem, was dazugehört: mit Schutz, mit Öffentlich­keitsarbeit und Pfle­ge­maß­nahmen. Denn viele FÖJ- Stellen befinden sich am Wattenmeer. Das FÖJ war so erfolgreich, dass die Stellen innerhalb von 14 Jahren von 30 auf 110 erhöht wurden und so die FÖJ- ler einen Teil dazu beitragen den National­park­gedanken umzusetzen. Seit 2003 kam zu der Betreuungsstelle Koppelsberg der Träger Schutzstation Watten­meer mit weiteren 40 Stellen hinzu. So bewerben sich jährlich ca. 600 junge Leute auf 150 Stellen in Schleswig- Holstein.

Aber auch den jungen Männern und Frauen wird die Chance genommen sich vor dem Berufsleben, oder vor dem Studium freiwillig im Umweltschutz zu engagieren und sich fortzuentwickeln. Denn gerade für den FÖJ- ler selbst ist dieses Jahr eine Chance sich selbst zu finden und eigenständiges Handeln zu lernen. Es entsteht eine Generation, die sich bewusst mit Umweltproblemen aus­einandersetzt und, die in gewissen Teilen auf das folgende Leben vorbereitet wird. Es ist kaum in Worte zu fassen, welchen positiven Effekt dieses Jahr auf den FÖJ- ler hat und welchen Beitrag es für die nachhaltige Entwicklung des Landes leistet.

Neben den Vereinen, die wahrscheinlich einen höheren Beitrag leisten werden, soll am pädagogischen Personal gekürzt werden. Der Betreuungsschlüssel soll von 1:30 auf 1:40 verändert werden, wie in den anderen Bundesländern auch. Zudem soll der Zuschuss des Landes runter­gefahren werden, da das Land Schleswig- Holstein eine herausragende Stellung im Bundesvergleich einnimmt. Daraus ergibt sich auch das Haupt­argument der Lan­desregierung: „die anderen Bundes­länder kommen auch mit weniger Geldern klar “. Dagegen lässt sich wahrscheinlich schwer etwas entgegnen, nur die Befürchtung, dass der Preis hoch sein wird.

Vielleicht gehört auch zu den Maß­nahmen die Gehälter der FÖJ- ler zu kürzen. Dies würde unweigerlich einen schlechteren Lebensstandard zur Folge haben. Ein FÖJ- Gehalt beträgt ca. 400 Euro. Von diesem Geld muss sie/er Miete, Essen, Telefon- und Internetkosten, Medikamente, Praxisgebühren und Bahn­tickets nach Hause bezahlen. Bei dieser Rechnung sind keinerlei Vergnügungen in der jeweiligen Einsatzstelle eingerechnet. Ich will mit dieser Rechnung nur zeigen, dass das Gehalt so bemessen ist, dass man gerade gut leben kann und nicht draufzahlt. Es geht bei einem FÖJ na­türlich nicht darum reich zu werden, es geht darum ein Jahr lang sinnvolle Arbeit zu leisten. Bei dieser Rechnung stellt man allerdings auch fest, dass eine Kürzung des Gehaltes ein paar Schwierigkeiten mit sich bringen könnte. Natürlich sieht die Rechnung in jeder Einsatzstelle ein wenig anderes aus und Abweichungen können bestehen.

Eigentlich erwartet man am Ende eines Kommentares eine Lösung des Problems, doch auch ich kann diese nicht liefern. Die Kürzungen zu verhindern, dafür ist es zu spät, es geht nur noch darum, wie man mit dieser Tatsache umgehen kann. Das einzige, was ich tun konnte und was mir als eine Pflicht erschien, war auf dieses Problem hinzuweisen und es in die Köpfe der Leser zu rufen.

Julika Wagenhäuser

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