Eine Unterschrift für die Freiheit

-Resumen-

Dos jóvenes entran en un bar. Se sumergen mas y mas en una discusión. Otros amigos se unen a ellos. La discusión sobre las represiones estatales se vuelve mas acalorada y termina con un brindis- a la libertad! Un instante después la policía interviene y detiene a los dos jóvenes.

Cuando un abogado británico lee en la prensa sobre este acontecimiento en Portugal, su rabia se convierte en una idea: el escribe un artículo llamando a sus lectores a dar su firma en contra de la violencia por parte del Estado. La reacción fue fuerte, muchos participan espontáneamente. Y fue así como Amnistía Internacional nació.

Hoy, años después de su inicio en 1961, la organización no gubernamental ha crecido (ONG). A pesar de una lucha exitosa en muchos casos, en la que miles de personas han podido ser salvados de la pena de muerte, el mundo está lejos de ser un mundo justo. Cuando en 2011 uno abre cualquier periódico se da cuenta que los derechos humanos siguen siendo un lujo que pertenece a quien tiene el género correcto, un buen origen y una buena opinión política en el momento indicado.

¡Cuando una sola firma es suficiente para decidir sobre vivir o morir para un ser humano, entonces necesitamos miles de firmas para evitarlo!

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Menschen versammeln sich auf einem Platz in Frankreich. Trommler ziehen die vorbeigehenden Passanten an. Sie bleiben stehen und werden auf die kleine Bühne aufmerksam. Gelbe Luftballons wirken wie ein leuchtender Farbfleck, der die Neugierigen zusätzlich zum Anhalten animiert. Zwei junge Leute erscheinen auf der Bühne. Sie begrüßen sich herzlich und betreten gemeinsam eine kleine Bar. Schnell vertiefen sie sich in eine hitzige Diskussion. Weitere junge Studenten treffen zu der Gruppe. Die Atmosphäre steigert sich in eine angespannte Debatte über staatliche Repressionen. Sie sind sich einig, dass etwas passieren muss. Die Stimmung wird konspirativ. Zwei junge Leute erheben sich und sprechen einen Toast aus: auf die Freiheit! Dass sie die Nächsten sein werden, denen der Genuss der Freiheit entzogen werden wird, ahnen sie noch nicht. Doch wenige Minuten später betritt die Polizei die Szene. Die beiden Studenten werden abgeführt.

Kurze Zeit später liest ein britischer Journalist in der Zeitung über den Fall der beiden Inhaftierten. Er ist verzweifelt. Jeden Tag, an dem er seine Zeitung aufschlägt, schlagen ihm die Nachrichten von Mord, Repressionen, Gefangennahmen und Folterung durch den Staat entgegen. Er sieht nur einen Weg. Er veröffentlicht einen Artikel, in dem er die Menschen dazu aufruft ihre Unterschrift für die Freiheit zu geben- Eine kleine Unterschrift, mit der die Freilassung der beiden Studenten gefordert wird. Und die Resonanz ist enorm. Die ersten Briefe treffen ein… und eine Idee war geboren.

Die Menschen beginnen zu klatschen. Die jungen Schauspieler von Amnesty International Nizza verbeugen sich. Sie waren die Akteure dieser kleinen Szene. Auch wenn der Anlass ein freudiger ist, fünfzig Jahre oft erfolgreicher Kampf für die Menschenrechte und die Freiheit, so macht die Szene doch auch bewusst, dass der Kampf voll im Gange ist und diese Szene sich jetzt gerade irgendwo auf der Welt wiederholen wird, auf der Bühne der Realität.

Welche Bilanz kann seit diesem Gründungsmoment 1961 gezogen werden?

Anfang der sechziger Jahre zählte die Menschenrechtsbewegung noch circa siebzig Gruppen, die 210 Fälle betreuten. Seit 1967 ist Amnesty in achtzehn Ländern aktiv. 2011, fünfzig Jahre nach der Gründung, engagieren sich nun weltweit über drei Millionen Menschen für den Kampf um die Menschenrechte. Die Gründungswelle schwappte in 150 Ländern, in denen sich Menschen in Gruppen zusammenschlossen oder sich als Einzelmitglieder der Organisation mit der Kerze anschlossen. Sie arbeiten mit der Öffentlichkeit, schreiben Briefe gegen das Vergessen, sammeln Unterschriften, veröffentlichen Informationen, demonstrieren und werden laut, wenn irgendwo auf der Welt ein Staat die Augen davor verschließt, wenn ein Mensch gefoltert, zu Unrecht gefangen gehalten oder ermordet wird.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt dem Kampf gegen die Todesstrafe. Wurde Amnesty anfangs nur gegen die Vollstreckung der Todesstrafe gegen gewaltlose politische Gefangene aktiv, lehnt die Organisation heute jedwede Art der Todesstrafe strikt ab. Der Kampf zahlt sich, wenn auch noch lange nicht beendet, aus: Lag die Zahl der Staaten, die sich komplett von der Todesstrafe abgewendet haben, 1979 noch bei 24, liegt sie heute bereits bei 94. Nur noch 58 Staaten halten an dieser Art der Strafe fest und auch nicht alle unter den verbleibenden Staaten wenden diese Kapitalstrafe tatsächlich noch an. Nach wie vor an der Front der Befürworter der Todesstrafe befinden sich China, Iran, USA, Pakistan und Saudi-Arabien, die den Großteil der Urteile vollstrecken.

Wenn jemand heute im Jahre 2011 zu einem beliebigen Zeitpunkt die Zeitung aufschlägt, dann wird ihm bewusst, dass die Menschenrechte immer noch ein Luxusgut sind, die oft willkürlich dem zugeteilt werden, der zum richten Zeitpunkt das richtige Geschlecht, die richtige Herkunft und die richtige politische Meinung hat: In Mexiko wird ein Pater für seinen Dienst an illegalen Migranten bedroht, in Kambodscha steht eine Familie nach einer Zwangsevakuierung ihrer Wohnsiedlung plötzlich mittellos auf der Straße, in Russland wird eine regierungskritische Journalistin seit Monaten vermisst, in Libyen wird eine Frau von Militärsoldaten vergewaltigt und in Frankreich machen Bulldozer die Lager von Roma dem Erdboden gleich.

Wenn eine einzige Unterschrift reicht, um das Urteil über das Leben oder Sterben eines Menschen zu fällen, dann braucht es tausende Unterschriften, um dies zu verhindern!

Marieke Wagenhäuser

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