Studieren in einer globalisierten Welt – Wenn Studieren zum Kampf wird

-Resumen-

Con el cambio en el sistema educativo universitario en Europa, los estudios se han globalizado. Los estudiantes son tirados al agua y deben aprender a nadar por si mismos para sobrevivir en este sistema. ¿Pero, qué significa concluir un estudio de licenciatura? ¿Somos capaces de pensar globalmente, de ser globales y de estudiar de manera global?

La primera valla que hay que saltar es el acceso a los estudios. La concurrencia es alta y las capacidades universitarias bajas. Por eso la mayoría de las universidades alemanas imponen un Numerus Clausus lo que hace imposible que personas que terminan el bachillerato con una calificación menor a 2,5 (85 sistema mexicano) puedan acceder a una licenciatura. Es por eso que los estudiantes se encuentran muchas veces expuestos a miedos existenciales: ¿Si no me aceptan? Pues soy un don nadie.. ¿no?

Llegando a la universidad el programa de estudios es muy intenso. En teoría, la licenciatura está compuesta por seis semestres los cuales deben ser suficientes para formar al estudiante y prepararlo para el mundo globalizado. Pero enfrente de este programa intensivo uno no solamente se pregunta en como lograr aprobar, sino también si tiene el tiempo para buscar su camino, para cometer errores, para tomar decisiones. A muchos les gustaría aprender un idioma extranjero mas, tomar parte en un proyecto voluntario, pasar tiempo con amigos o trabajar para pagarse los estudios. Pero no hay tiempo para eso.

Tomando en cuenta esos factores, uno debe preguntarse lo siguiente: Dónde está el sentido original de estudiar? Las discusiones acaloradas en los seminarios, los inconformistas políticos, los románticos soñadores, los genios de la física y las matemáticas? La facilidad del ser?

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Ca. 41 Universitäten in Deutschland bieten derzeit Bachelor- und Masterstudiengänge an. Nur 3 Universitäten „hinken hinterher“. Sie sind gerade erst dabei, Studiengänge nach der neuen Reform zu gestalten.

Angehende Studenten haben demnach kaum die Möglichkeit sich für ein Studium im „alten Stil“ zu entscheiden. Doch was bedeutet es tatsächlich ein Bachelor-Studium zu absolvieren? Wir leben in einer globalisierten Welt, aber sind wir in der Lage, „global“ zu denken, global zu sein, global zu studieren?

Müde Gesichter in der Vorlesung am Montag Morgen. Der Dozent klickt sich mehr oder weniger euphorisch durch die fünfzigseitige Power Point Präsentation. Jede Folie ist bis zum Rand mit Informationen „vollgepackt“. Zu viel Informationen, um sie in wenigen Minuten zuerst zu lesen, und dann zu verstehen. Der Kopf wird müde, sinkt auf das Pult. Studenten bekommen beim Anblick der Folien Müdigkeitsanfälle, depressive Gedanken, Aggressionen. Je nachdem.

Der Dozent muss ein straffes Zeitpensum erfüllen. In 90 Minuten ein ganzes Buchkapitel, mehrere Formeln. Es bleibt keine Zeit zum Verschnaufen. Alles muss schnell gehen, gleichzeitig effektiv sein, anspruchsvoll sein, in die „globale“ Welt passen.

Die ersten dreißig Minuten bemühen die meisten Studenten sich um Aufmerksamkeit. Manche tippen auf ihren modernen Laptops mit, viele machen sich handschriftliche Notizen und lesen so viel von den Informationen auf den Folien wie möglich. Doch der Tiefpunkt kommt schnell, wenn keine Zeit zum Diskutieren bleibt, keine spannende Frage des Dozenten die Gemüter erregt und man sich ins Gedächtnis ruft, dass die Präsentation sowieso „online“ gestellt wird. Warum also aufpassen? Ist doch sowieso nur auswendig lernen.

Man legt den Stift beiseite, lehnt sich zurück, versinkt in Gedanken zurück ins Wochenende.

Die Bachelor-Studenten… Doch was bedeutet es tatsächlich ein Bachelor-Studium zu absolvieren? Wir leben in einer globalisierten Welt, aber sind wir in der Lage, „global“ zu denken, global zu sein, global zu studieren?

Die Freude über den Abiturabschluss weicht der traurigen Tatsache, dass mit jedem Semester die Chancen schlechter werden. G8-Schulreform – doppelte Menge an Studenten. Aussetzung der Wehrpflicht- eine weitere Menge an Studenten. Die Entwicklung der Wirtschaft: Ich bin ohne Studium nichts, also gehe ich studieren, koste es was es wolle und egal, ob es mir Spaß macht. Die Folge: Die Universitäten sind vollkommen überlastet, sie werden von Studenten überrannt. Die einzige Lösung: NC‘s auf die meisten Fächer! Doch damit erhalten automatisch nur gute Abiturienten die Chance auf ein Studium. Diejenigen, die ein vergleichsweise schlechtes Abitur haben, bleiben auf der Strecke. Sie bleiben auf der Strecke in einer globalisierten Welt und werden weiteren Existenzängsten ausgesetzt. Was mache ich, wenn ich nicht zugelassen werde? Dann bin ich doch nichts…, oder?

Dabei benötigt man für ein Studium nicht mal mehr elitäre Kompetenzen. Studieren, das bedeutet: Power Point- Präsentationen auswendig lernen, Buchkapitel durcharbeiten, Handouts durchlesen.

Die Klausuren sind meistens viel zu schwer, der Stoffumfang sprengt jeglichen Rahmen. Leicht und logisch zu erklären, wenn man bedenkt, dass die Universitäten aussieben müssen. Die Klausuren sind Mittel zum Zweck. Wer nicht besteht, fliegt raus. Dann hat man mehr Platz für die nächsten Erstsemester.

Schwimmen lernen bedeutet also: hektisch von Kurs zu Kurs zu hetzen unter Dauerkonfrontation der Gesellschaft und unter den strengen Augen der Wirtschaftsentwicklung.

Dem heutigen Bachelor-Studenten wird ein straffer Studienverlaufsplan vorgelegt. Wenn man sich an diesen hält, schafft man in 6 Semestern den Bachelor-Abschluss, beziehungsweise hat genug Credit Points, alle nötigen Module abgeschlossen um die Bachelor-Arbeit zu schreiben. Ein gnadenloser Plan um Studenten „fit“ zu machen, für die globalisierte Welt.

Beim Anblick dieses Plans stellt sich nicht nur die Frage, wie, um alles in der Welt, man dieses Pensum bewältigen soll, sondern auch: Habe ich denn keine Zeit mehr mich zu orientieren? Fehler zu machen? Mich anders zu entscheiden?

Nein, denn am liebsten hätte es unsere Gesellschaft, wenn wir neben renommierten Praktika in den Semesterferien und guten Noten auch noch ein Auslandssemester einschieben.

Wo ist die Leichtigkeit geblieben, von denen unsere Eltern sprechen? Wo ist die Freiheit geblieben?

Viele würden gerne neben dem Studium eine weitere Sprache lernen, viele würden sich gerne ehrenamtlich engagieren, viele würden gerne mehr Zeit mit Freunden verbringen oder neben dem Studium viel arbeiten gehen. Doch dafür bleibt kaum bis gar keine Zeit.

Frei sind lediglich diejenigen Studenten, die es sich das „Trödeln“ erlauben. Diejenigen, die sich von den Vorschriften des Bachelorstudiums und der Globalisierung nicht beeindrucken lassen. Diejenigen, die einfach sie selbst sind und sich nicht durchs Studium scheuchen lassen, weil ihnen individuelle Entwicklung und Bildung wichtiger ist. Diejenigen, die ihr eigenes Tempo bestimmen.

Doch wer sich von dem Druck beeinflussen lässt, ist schnell im Studiumssumpf verschwunden und vergisst neben Uni das Leben. Uni wird dabei zu einem Kampf. Einem Kampf um die perfekte Organisation, sodass man das Referat am Dienstag doch noch schafft, wenn am Mittwoch die erste Teilklausur ansteht und am Donnerstag ein Treffen mit dem Dozenten, um die nächste Präsentation zu besprechen.

Wer sich von dem Druck beeinflussen lässt, treibt an der Oberfläche des UNIversums.

Realistisch gesehen ist es unmöglich in 6 Semestern fertig zu sein und dabei auch noch genug Wissen erlernt zu haben, um in der Arbeitswelt zu bestehen.

Was gelegt wird sind Grundlagen. Ein knallhartes Ausdauertraining. Wer am schnellsten ins Ziel kommt mag zunächst Luftsprünge machen. Doch dann wird man erkennen, dass einem unterwegs die Puste ausgegangen ist, die Beine nicht mehr mitmachen und man einfach nur müde ist.

Uni. Studieren. Darunter stellte man sich früher ein breites Spektrum an Individualität vor. Wissbegierige Menschen auf einem Haufen. Wissbegierige, vor allem aber freie und individuelle Menschen. Jeder bestimmte sein eigenes Tempo und jeder hatte neben dem Studium genug Zeit ein Leben zu leben, in dem es nicht nur um das nächste Modul auf dem Studienverlaufsplan geht. Studieren wollten diejenigen, die mehr wissen wollten und die eine höhere Chance in Bildung sahen. Aber keine „höhere“ Chance im Sinne von beruflichen Vorteilen. Sondern im Sinne von „Wissen“.

Heute spielt Wissen im Studium eine untergeordnete Rolle. Wissen kann jeder, der auswendig lernt. Es geht nur darum, die nächste Klausur zu bestehen, irgendwie durchzukommen, ohne Wenn und Aber. Jede Note im Bachelor Studiengang zählt und wirkt sich am Ende auf die Gesamtnote aus. Deswegen darf man nicht versagen, man muss stattdessen im Hamsterrad des Bachelorkäfigs weiter hecheln.

Doch wo ist der ursprüngliche Sinn des Studierens geblieben? Die anspruchsvollen und hitzigen Diskussionen in den Seminaren, die politischen Querdenker, die verträumten Romanisten, die Genies der Physik und Mathematik? Die Leichtigkeit des Seins?

Sie sind untergegangen in einer globalisierten Welt, die zwischen Tausenden und Abertausenden auswählen können. Der Welt stehen so viele gute Studenten offen wie nie zuvor.

Und was steht den Studenten offen? Überwiegend Ängste, Versagensängste. Die Angst, trotz gutem Bachelor-Abschluss nichts wert zu sein. Die Angst, trotz Universitätsabschluss keinen guten Job zu finden. Denn ist der Bachelor-Abschluss erst einmal geschafft, steht man vor der Angst, für den Master nicht zugelassen zu werden. Es gibt nämlich nicht genügend Plätze für alle Bachelor-Absolventen. Deswegen erheben die meisten Universitäten auf Master Studiengänge ebenfalls eine Zulassungsbeschränkung. Müssen wir also für eine „globalisierte Welt“ Abstriche machen? Müssen wir tatsächlich auf einen Master verzichten, weil das System nicht gut durchdacht ist?

Die Antwort macht jeden Studenten traurig. Ja. Natürlich gibt es Mittel und Wege, doch der permanente Druck nicht mithalten zu können, nicht zugelassen zu werden ist eine unerträgliche Last, die wir alle mit uns herumtragen.

Was wäre, wenn jeder den Mut hätte, sich mehr Zeit zum Studieren zu nehmen? Das junge Leben zu genießen, wieder Spaß am Lernen und Wissen zu finden? Wenn jeder einfach gegen den Strom schwimmt und sich selbst ein bisschen näher kennen lernt? Denn das ist doch der Sinn des Studierens. Man will sich orientieren, findet heraus, wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen und richtet sich nicht nach anderen. Man will eigentlich nur herausfinden: Wo gehöre ich hin? Wo möchte ich bleiben?

Und würde jeder diesen Mut haben… die globale Welt wäre wie eine Gummibärchentüte. Alle in einer Tüte, aber jeder in einer anderen Farbe.

Anna Schramowski

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