PID- Dafür oder Dagegen. Ein „Dazwischen“ gibt es nicht.

Hay un tema que desde siempre ha exaltado los ánimos: ¿A partir de cuanto tiempo de gestación se puede hablar de la existencia de un ser humano? y por lo tanto ¿a partir de cuando se aplica el derecho a la vida y a la protección de la dignidad humana? Una nueva etapa en este debate es la discusión referente al diagnóstico prenatal y la pregunta sobre si las mujeres embarazadas deberían tener el derecho de conocer el estado del feto por medio de una análisis de sangre, con el fin de poder ejecutar un aborto en caso de que este presente una discapacidad mental como por ejemplo síndrome de Down. Anna Schramowski presenta este debate haciendo énfasis al diagnóstico de pre implantación (PID), tema que se ha polemizado en Alemania desde el año pasado. El PID es un tipo de diagnóstico que se le realiza al embrión antes de que sea implantado dentro del útero de una mujer con la finalidad de conocer si éste es portador de alguna enfermedad grave. Por consecuencia la mujer puede decidir si se somete a una implantación o no. En Alemania la cuestión del PID se convirtió más en un carácter ético que legal. Sin embargo las posturas fueron firmes: Los oponentes (gran parte de los partidos cristianos como el CDU y el CSU) argumentaron que con el PID se trata de crear el bebé perfecto, un procedimiento que desvalora la vida de un niño con discapacidades. Además, este procedimiento recuerda a los programas de mejoramiento genético en la época nazi. Los defensores (el partido liberal FDP y el partido de la izquierda Die Linke y una gran parte del partido democrático SPD) del PID argumentaron a favor de la libre decisión de la mujer y su derecho a la integridad física y también psicológica. La decisión de dar luz o no a un bebé con alguna discapacidad no debería ser impuesta por el gobierno, sino cada mujer debería tener la libertad de tomar esa decisión. Finalmente, en el verano del 2011 se acordó que el PID sería legal siempre y cuando sea probable que un bebé nazca con una enfermedad hereditaria grave. Para poder comprender el alcance de la problemática, uno puede imaginarse una situación como la siguiente: Si un hospital se incendiara, ¿a quién se debería salvar, a un embrión o a un recién nacido?

Stellen Sie sich vor Sie sind in einem Krankenhaus. Und dieses Krankenhaus brennt. Sie haben die Möglichkeit zehn Embryos in einer Petrischale oder einen Säugling zu retten. Wen würden Sie retten?

Die Debatte über die Präimplantationsdiagnostik (kurz: PID) hat den  Bundestag gespalten. Selten hat eine Debatte solch einen „Zündstoff“ geliefert. Selten war die Sensibilisierung für ein Thema so hoch. Und selten war eine Entscheidung über „richtig oder falsch“ so schwierig.

Bei der PID handelt es sich um eine Untersuchung an einem durch in-vitro-Fertilisation („Befruchtung im Glas“) erzeugten Embryo, um bestimmte genetische Mutationen oder Erbkrankheiten festzustellen. Die Zellen werden durch Mikroskopie und molekularbiologische Methoden erforscht. Mithilfe dieser Methode kann man mit hoher Sicherheit diagnostizieren, ob sich im Mutterleib ein behindertes Kind entwickeln wird oder nicht.

Debattiert wurde, ob diese Methode legalisiert werden soll, also jede Frau das Recht bekommen soll, bei künstlicher Befruchtung diese PID vornehmen zu lassen und daraufhin zu entscheiden, ob der Embryo eingepflanzt wird.

Ein heikles Thema. Denn eigentlich geht es um die Grundsatzfrage: Wird hierbei die Würde des Menschen angetastet?

Die Grundsätzlichkeit der Menschenwürde ist nicht nur im Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland festgehalten (,,Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“), sondern wirft auch die Frage auf: Ab wann beginnt Leben, ab wann ist der Embryo ein lebendes Wesen?

Sowohl Politiker als auch Experten (wie z.B. Juristen oder Gynäkologen) sind entweder dafür oder dagegen. Ein „Dazwischen“ gibt es so gut wie nie. Jeder der sich eine Meinung zum Thema PID gebildet hat, vertritt diese mit harter und entschlossener Ernsthaftigkeit.

Längst war klar: bei der PID-Debatte ging  es um ethische Fragen, weniger um rechtliche Fragen.

Laut Embryonenschutzgesetz war  PID nicht verboten. Moralisch gesehen greift sie aber auch heute noch viele Gemüter an.

Kritiker (vor allem die Kirche) sehen in der Präimplantationsdiagnostik eine „Zeugung auf Probe“, eine Selektion zwischen lebenswert und nicht-lebenswert. Besonders harte Kritiker vergleichen die PID mit dem Euthanasieprogramm im Nationalsozialismus, denn auch damals wurde selektiert, wer leben darf und wer sterben muss.

Außerdem könnte diese künstliche Selektion leicht zur unkontrollierbaren Liberalisierung führen. PID könnte zur alltäglichen Methode werden, um den „gewünschten“ Nachwuchs zu erzeugen. Sofort kommt einem hierbei der Begriff des „Designer-Babys“ in den Sinn. Denn ist der Anfang erst einmal gemacht, ist es schwierig dem „Trend“ zu entkommen.

Des Weiteren gehen Kritiker von einer Diskriminierung behinderter Menschen aus. Die Entscheidung gegen die Einpflanzung eines genetisch kranken Embryos führt zur Abwertung der lebenden Behinderten. Interessant hierbei ist die Tatsache, dass sich in England die meisten sozialen Einrichtungen für Behinderte deutlich für die Methode der PID aussprechen. In Deutschland allerdings ist man zurückhaltender. Weniger Einrichtungen sprechen sich dafür aus, dafür die Mehrheit dagegen.

Gerade die Kirche sieht in der PID eine Verletzung der Menschenwürde. Der einzupflanzende Embryo ist lebensfähig, da er bereits im 8-Zell-Stadium ist, also seine Zellen totipotent sind.

Befürworter sind überzeugt, dass die medizinische Information hinter der PID eine Information sei, auf die jede Frau ein Recht habe. Denn so spiele nicht nur die körperliche Unversehrtheit der Frau eine Rolle, sondern auch die psychische. Würde im Mutterleib ein behindertes Kind heranwachsen, führe dies zur enormen psychischen Belastung der Schwangeren.

Ein Verbot der PID würde, so fürchtete man,  außerdem nur zu einer Verdrängung der Behandlung ins Ausland führen. Schon  zum Zeitpunkt der Debatte verwiesen manche Gynäkologen nach Belgien, wo die Methode legal ist und man seit Jahren Erfolge erzielt. Es steht den Betroffenen frei, die Behandlung im Ausland durchführen zu lassen. Kliniken in Belgien oder anderen Nachbarländern profitieren davon.

Die Befürworter sehen in einem Verbot die Einschränkung der Freiheit. Zwar stehe es jedem Bürger zu, die PID-Methode als ethisch verwerflich anzusehen, doch diese Meinung dürfe niemandem aufgedrängt werden. Kann man PID verbieten, wenn nur ein Teil der Bevölkerung dagegen ist?

Im Bundestag sprachen sich vor allem die FDP und ein Großteil der SPD- und Linkspartei für die PID aus. Relativ gespalten waren  die Grünen. Nur einige Abgeordnete sprachen sich dafür aus.

Prominenteste Gegner der Methode waren  Angela Merkel und Anette Shavan. Doch auch die CDU ist und war gespalten. So sprachen sich Ursula von der Leyen und die damals schwangere Kristina Schröder für PID aus. Dennoch blieben sie unterlegen.

Der Gesetzesentwurf der FDP beinhaltete eine Freigabe der PID unter der Bedingung, dass die Betroffenen genetisch  vorbelastet sind. Im Gegensatz dazu sprach  sich der Gesetzesentwurf der CDU/CSU strikt gegen PID aus. Vom Bundestagsabgeordneten und CDU-Politiker Patrick Ernst Sensburg stammte ein weiterer Entwurf. Dieser implizierte eine PID im Gendiagnostikgesetz (regelt genetische Untersuchungen an Menschen und entscheidet über die Verwendung genetischer Proben).

Die PID Debatte entwickelte sich zu einem „Stellungskrieg“. Die Positionen standen fest, jeder beharrte auf seinem Standpunkt. Ein eiserner Kampf ums „Rechthaben“ und eine moralisch-ethische Grundsatzdebatte, die 192 Abgeordnete im Bundestag lange  unentschieden ließ. Diese 192 Abgeordnete mussten sich entscheiden, ob sie dafür oder dagegen sind, denn ein „Dazwischen“ gibt es nicht. Ihre Entscheidung unterlag  keinem Fraktionszwang.

Betrachten Sie die Angelegenheit als rechtliche oder als moralische, denn rechtlich gesehen stellt PID kein Problem dar. Moralisch gesehen ist sie fatal.

Im Gegensatz zum Rest in Europa, waren Deutschland und auch Italien in einer rigiden Position.

Dennoch musste der Gesetzgeber bald eine Entscheidung treffen.

Der im Sommer 2011 beschlossene Gesetzesentwurf von Bundestag und Bundesrat sah  folgendermaßen aus: PID ist erlaubt, sofern es wahrscheinlich ist, dass  das Kind eine schwere Krankheit geerbt hat oder tot geboren wird. Unter anderen Umständen gilt generell ein Verbot.

Wir leben in einer Welt, in der die neusten Trends kursieren. In der die Forschung so weit fortgeschritten ist, dass uns sämtliche Möglichkeiten offen stehen. In einer Welt, die immer moderner wird. Aber verliert sich dadurch nicht auch die Moral?

Das Krankenhaus brennt. Wen würden Sie retten? 10 in-vitro– Embryos oder einen Säugling…?

Anna Schramowski

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2 responses to “PID- Dafür oder Dagegen. Ein „Dazwischen“ gibt es nicht.

  1. Der Vergleich hinkt. Ein behinderter Säugling wird ja durch die PID nicht gerettet. Er stirbt/ darf nicht leben und das gesunde Kind das auf die Welt kommt ist ja ein anderes.

    • Das stimmt natürlich. Der Vergleich dient eher dazu die moralische Komponente hervorzuheben. Es geht um die Diskussion, dass manche Naturwissenschaftler der Ansicht sind, dass man einen “Zellhaufen” im Mutterleib noch nicht als “Kind” oder “vollständiges Wesen” betrachten kann. Andere widerum sind der Ansicht, dass das Leben bereits bei der Empfängnis beginnt.

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